17.03.2026

Sozialstation goes Berlin: Einladung der Diakonie

Nicht zum Pokalfinale, aber zur Podiumsdiskussion: Kai Käßhöfer, Geschäftsführer bei der Ev. Stadtmission und Sozialstation Karlsruhe war Ende Februar in Berlin, um bei einer Veranstaltung über die Digitalisierung in der Pflege zu sprechen. Die Sozialstation ist hier Vorreiter. Und gern gesehene Expertin.

Die von der Diakonie Deutschland ausgerichtete Veranstaltung am 25. Februar 2026 brachte rund 300 Expert:innen aus Pflegepraxis, Politik und Forschung zusammen, um über Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in der Pflege zu diskutieren. Auf dem Podium war auch Kai Käßhöfer, Geschäftsführer der Ev. Stadtmission Karlsruhe, beteiligt. Die Diakonie betonte, dass digitale Technologien Pflegekräfte entlasten, Arbeitsprozesse vereinfachen und die Attraktivität des Pflegeberufs steigern können — allerdings nur, wenn klare gesetzliche Rahmenbedingungen und ausreichend finanzielle Ressourcen bereitgestellt werden. Besonders hervorgehoben wurde, dass Digitalisierung nicht zu Personalabbau führen darf, sondern die professionelle Pflege unterstützen und mehr Zeit für direkte Versorgung schaffen soll.

Digital statt in der Warteschlange

Für uns als Stadtmissionfamilie aus Karlsruhe ist die Teilnahme an solchen Veranstaltungen von großer Bedeutung. „Die Stimme aus der Praxis muss gehört werden – sowohl in der Politik als auch in den Verbänden“, sagt Kai Käßhöfer. Entscheidungen, die die Pflege betreffen, können nur dann sinnvoll getroffen werden, wenn die Expertise aus dem täglichen Arbeitsalltag einfließt. „Genau deshalb ist es wichtig, vor Ort zu sein und aktiv mitzureden.“

„Der Tag war für uns inhaltlich sehr interessant und bot viele wertvolle Impulse. Gleichzeitig konnten wir die Gelegenheit intensiv zum Netzwerken und Austausch nutzen. Ich nehme die klare Hoffnung mit, dass die Politik ein offenes Ohr für die Praxis hat – und nicht nur auf graue Theorie setzt“, so Käßhöfer weiter.

Die Unternehmen der Stadtmissionfamilie stehen der Digitalisierung grundsätzlich sehr offen gegenüber. Daher ist klar: „Die aktuelle Entwicklung ist erst der Anfang. In Zukunft können und müssen bestimmte Prozesse stärker automatisiert werden, damit Pflegekräfte mehr Zeit für die Menschen haben. Ein einfaches Beispiel: Warum sollte eine Pflegekraft beim Arzt warten müssen, um eine Verordnung abzuholen, wenn sie in dieser Zeit bei den Kund:innen oder Bewohner:innen sein kann? Digitalisierung kann genau hier Entlastung schaffen“, weiß Kai Käßhöfer.